Donnerstag, 11. Februar 2016

Effektives Lernen, ohne zu weinen // Klausuren// Albern

So wie alle Studierenden befinde ich mich gerade mitten in der Klausurenphase. Als Ägyptologiestudentin bedeutet das für mich allein für eine der Klausuren über 300 kryptische Hieroglyphenvokabeln auswendig zu lernen. Wenn das geschafft ist, übt man diese in den Texten überhaupt erstmal zu finden und zu deuten und dann muss man den Spaß auch noch in eine Lautschrift umschreiben, grammatikalisch glossieren und auf Deutsch und Englisch übersetzen. 

Egal, genug gejammert! Der Punkt ist doch, dass man fast jedes Semester an einen Punkt kommt, an dem alles in einem streikt, man überlegt sein Studium zu schmeißen und jämmerlich wimmernd mit seinem Teddie in der Ecke hockt. 

Damit das nicht passiert, kommen hier fünf Tipps, die einem das Lernen erleichtern können.

1) Mundpropaganda: 
Erzähle immer wieder allen Freunden, Verwandten und Kassierern wie viel du zu tun hast und wie schwierig und beeindruckend dein Unterfangen ist. Du lernst dann zwar noch gar nicht wirklich, aber du hast das Gefühl dich bereits damit zu beschäftigen und wenn du dann in der Klausur nur Bahnhof verstehst, kannst du dich damit trösten, dass du ja eigentlich schon seit Wochen dabei warst und es nicht deine Schuld ist, dass du grad so erbärmlich versagst. Diesen Punkt habe ich mit meiner Einleitung ja bereits abgehakt

 2) Selbstliebe: 
Tu dir etwas Gutes und schmiere dir allerlei Kosmetik auf den Körper. Nutze also die Gelegenheit für eine schöne matschige Schokomaske, färbe deine Haare und lackiere deine Zehnägel. All diese Dinge verhindern, dass du dich ins Bett oder auf das schöne neue Sofa flelzen kannst und da du nichts berühren sollst, kannst du dich auch schön gerade an deinen Schreibtisch setzen und büffeln. Passe nur auf, dass du nicht auf deine Notizen kleckerst. 

3) Fressorgie: 
Die Gesellschaft fordert ja von uns, dass wir Einsen schreiben und nebenher auch noch fabelhaft aussehen. Diesen Anschein kann man ja auch gern bewahren, aber nicht in der Prüfungszeit! Verstecke an sämtlichen Orten etwas zu essen. Ein paar Granatapfelkerne in der Federtasche, Pommes in der Schreibtischschublade und Salzstangen zwischen den Seiten deiner Bücher. Immer wenn du etwas aufgeschrieben oder eine Seite weiter geblättert hast, stopfst du dir etwas zu Essen in den Mund. Du wirst viel zu voll sein, um dich von deinem Schreibtisch wegzuhieven, geschweige denn einen Heulkrampf zu bekommen. Aktives Lernen ist also garantiert... zumindest wirst du benommen auf deine Unterlagen starren, was schonmal ein Anfang ist.

4) Motivation:
Sieh dir Youtube Videos von Menschen an, die z.B. auf einen Berg klettern wollen und ihr Vorhaben abbrechen, weil sie merken, dass sie es nicht schaffen. Wer will schon Videos von diesen Superleuten sehen, die 8 Kinder haben, nebenher studieren und den Friedensnobelpreis für besondere Dienste verliehen bekommen. Wenn du dir anschaust wie jemand bei etwas scheitert, fällt all der Druck super zu sein von dir ab und das Lernen fällt auf einmal viel leichter. Du heulst also nicht selbst, sondern schaust einfach anderen dabei zu. Dann fühlst du dich überlegen und kannst dich ungehindert auf deinen eigenen Kram konzentrieren.

5) Selbstreflexion:
Nimm dich mit einer Kamera beim Lernen auf Video auf und lese dir wichtige Texte, Formeln oder Vokabeln laut vor. Leider kann niemand arrogante Menschen leiden und man fällt schnell unangenehm auf, wenn man bei jedem zweiten Spiegel in der Stadt Halt macht, um ein Blick auf seine eigene Erscheinung zu erhaschen. Umso toller ist es das aufgenommene Lernvideo als Ausrede dafür zu verwenden, sich ungestört pausenlos anzustarren und von der Schönheit und Intelligenz des eigenen Selbst geblendet zu werden. Und wenn man Glück hat, lernt man dabei sogar noch was.  

Nach diesen fünf Tipps sollte doch eigentlich nichts mehr schief gehen und bei den meisten hat man sich selbst sogar ein bisschen Wertschätzung entgegen gebracht. Natürlich sind die Tipps eher albern gemeint, aber versuche beim Lernen ein bisschen Spaß zu haben, schließlich sind die Themen meistens ziemlich spannend. Wir vergessen das nur immer, weil sie sich nach einer Pflicht anfühlen.
Ich hoffe ich habe dich mit meiner kleinen Lernablenkung ein bisschen amüsieren können und wünsche dir ein gutes Gelingen bei deinen nächsten Leistungsabfragen.
ueberlebenskunst
  

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