Dienstag, 9. Februar 2016

Blogparade// Kindheitserinnerungen// Kleine Sini

Heute wird es mal ein wenig persönlicher bei mir. Ich steige auf den Blogparadezug von Mamaskind mit auf und spreche ein bisschen über Kindheitserinnerungen.

Wunderbarerweise hatte ich eine ganz ganz tolle Kindheit. Ich hatte Eltern, die sich perfekt ergänzt und mich unterstützt haben, viele liebe Freunde, eine gleichaltrige Kusine, eine fürsorgliche große Schwester und ganz viel Spielzeug.
Du hörst bestimmt öfters mal aus meinen Texten raus, dass es in meinem Leben mit 16 einen Wandel gab und sich mein Leben nun in "Sinah früher" und "Sinah heute" splittet. 
Genau das ist es, weshalb ich Kindheitserinnerungen in meinem Fall für Balsam halte, sie mir unheimlich wichtig sind und ich alles tue, um sie am Leben zu erhalten, denn sie erinnern mich daran wer ich wirklich bin und was mir wichtig ist. 
In diesem Sinne teile ich heute mal ein paar Erinnerungen mit dir. Wenn du mich gut kennst, ist das bestimmt lustig für dich und wenn wir uns noch nie begegnet sind.. naja, vielleicht interessiert es dich ja trotzdem. Mich jedenfalls würden deine Geschichten sehr interessieren, wenn du also Lust hast, schreib doch auch ein paar Erinnerungen in die Kommentare oder verlinke deinen Artikel!

Erste Erinnerung:
Meine Schwester Sari hat hier auch bereits einen Artikel zu dem Thema geschrieben und dabei einen Moment beschrieben, den ich als den glücklichsten in meinem Leben verbucht habe. Wir haben in Italien Urlaub gemacht und mein Vater, der Polizist war, hat mir davon erzählt, dass man für diesen Beruf 25 Meter tauchen müsse. Als ich ihm nicht glaubte, hat er versucht es mir vorzumachen und ist dabei kläglich gescheitert, weil es eben schon ein Weilchen her war, dass er das vorführen musste. Daraufhin hab ich mich angespornt gefühlt und jeden Tag, zwei Wochen lang, tauchen geübt. Alle wussten Bescheid und haben immer mal wieder zugesehen, wie ich blubbernd an der Wasseroberfläche rumzappelte. Nach zwei Wochen gelang es mir aber endlich. Ganz unverblühmt und unerwartet tauchte ich satte 25 Meter, glitt aus dem Wasser und da stand er schon begeistert kreischend vor mir und schloss mich in die Arme. Da er die Wette verloren hatte, musste er nun lauthals und vor aller Augen, einen Indianertanz vorführen. Was Sari allerdings nicht erzählt hat ist, wie es danach weiter ging. Ich ging zurück zum Haus, wo bereits ein paar süße Katzen auf mich warteten. Weil ich mal gesehen hatte, wie meine Eltern ihnen immer Parmesan gaben, versuchte ich mit einem Küchenmesser ebenfalls Scheiben abzuschneiden, wobei ich mir unglücklicherweise eine Fingerkuppel abtrennte. Daraufhin landete ich in der Notaufnahme, wo man nur Italienisch sprach und wurde ohne Betäubung genäht. Aberundet wurde der Tag dann mit der Barbie, die als Gewinn für das Schaffen der Wette ausgesetzt war. Ich glaub so viel Adrenalin hatte ich danach nie wieder, haha.
Zweite Erinnerung:
In der Grundschule waren meine Freundin und ich schrecklich in zwei Jungs verliebt. Es versteht sich von selbst, dass diese davon keine Ahnung hatten. Wir haben schön von fernem geschmachtet und uns ausgemalt wie es wäre, wenn sie zu uns kämen und uns sagten, dass sie uns auch heimlich lieben würden. Weil das ganze nicht schon schluzig genug war, haben wir eines Tages auf rosa Briefpapier einen Brief an sie geschrieben. Meine Freundin lebte am Wasser und so konnten wir ganz theatralisch mit unseren Briefen am Ufer sitzen. Wir wollten diese von der Strömung davon tragen lassen, damit unsere Wünsche in Erfüllung gehen würden. Als wir dann noch auf die glorreiche Idee kamen, ein paar Rosenblätter hinzuzufügen, versuchten wir die Briefe zurückzuholen, wobei wir beide in Wasser plumsten. Unsere Eltern haben uns nur ausgelacht und wir durften unter der Regenrinne duschen. Ja, es fing daraufhin an zu regnen, was im Nachhinein betrachtet, vermutlich ein Omen dafür war, dass diese Jungs uns nicht lieben würden, haha.
Dritte Erinnerung:
Die nächste Erinnerung ist eine, über die wir heute wirklich herzhaft lachen können, die damals aber ganz und gar nicht witzig war.  Das eine Jahr, als wir nach Italien fuhren, haben wir meine Kusine mitgenommen. Ich denke wir waren etwa 10 oder 11 und alt genug, um allein ins Gardaland( der Vergnügungspark am Gardasee) zu gehen. Mein Vater fuhr uns hin und sagte, dass er uns um 24 Uhr wieder am Ausgang abholen würde. Ich muss vielleicht kurz dazu sagen, dass wir immer gern lieber später hingingen und dann bis Parkschluss blieben, weil alles im Dunkeln einfach phänomenal aussah und es um 23 Uhr immer noch eine Lazershow an meiner Lieblingsattracktion gab. Es fing damit an, dass meine Kusine beim Zuckerwatte kaufen ihr Portemonaie vergessen hatte, wir das erst eine halbe Stunde später merkten und erstmal zwei Stunden damit verbrachten durch den Park zu irren und von einem Fundbüro zum nächsten zu dackeln. Anschließend lief alles spaßig und wie geschmiert ab und wir machten uns rechtzeitig auf den Weg zum Ausgang. Doch kein Papi erschien. Wir warteten und warteten, während der Park sich leerte, die Lichter ausgingen und wir mutterseelen allein an einer Landstraße mitten im Nirgendwo saßen. Es war mitten in der Nacht. Wir hatten damals noch keine Handys und selbst wenn wir italienisch gesprochen hätten, es wäre niemand da gewesen. Nach gut einer Stunde tauchte ein Mann auf einem Mopet auf, der den Parkplatz abriegeln sollte. Er konnte gebrochenes Englisch, so wie wir in dem Alter, und uns blieb nichts anderes übrig als mit ihm zu gehen. Eine weitere Stunde irrte er mit uns durch Ortschaften am Gardasee, weil wir uns nicht mehr daran erinnern konnten wo wir wohnten und ich weiß nicht wie, aber irgendwie hat er es geschafft unser zu Hause zu finden. Dort wartete schon meine völlig aufgelöste Mutter und mein Vater, der gerade von der Polizei zurückgekehrt war. Es stellte sich folgendes herraus: Da ich bisher immer nur mit dem Auto kam, kannte ich nur einen Ausgang. Nämlich den für Autos. Mein Vater aber klapperte alle Fußgängerausgänge ab, weil er nicht gedacht hätte, dass wir den ganzen weiten weg über den Riesenparkplatz laufen würden. Oh man, das war ein Erlebnis, kann ich dir sagen. Wir waren am nächsten Tag sogar in den italienischen Nachrichten.
Sicherlich der absolute Horror für meine Eltern und daraufhin habe ich erstmal ein Handy für Notfälle bekommen. 

Das sollte für heute erstmal reichen. Vielleicht mache ich ja irgendwann noch einen zweiten Teil mit Kindheitserinnerung, denn irgendwie ist es lustig sich ein paar Dinge vor Augen zu führen. Jetzt wo ich das so sehe, sind das alles Erinnerungen, die eine leichte Dramatik haben. Ich erzähle diese Geschichten aber so gerne, weil sie für mich damals wahre Abenteuer waren. 
Wie gesagt, würde ich mich über ein paar Geschichten von dir superdoll freuen!

Kommentare:

Sarah Depold hat gesagt…

Wie krass, du bist Saris Schwester! Haha, hab erst überlegt, och, noch jemand mit dem Namen Sarah. ^^
Schön, dass du mitgemacht hast!
Nun fühlt es sich beinahe so an, als wäre ich dabei gewesen. (Wie gruselig die Geschichte ausging!)
Und die Verloren-geh-Geschichte: oje, oje. Zum Glück ging alles gut aus! :)

Sinah Sidonie Überlebenskunst hat gesagt…

Ich freu mich, dass du vorbei geschaut hast :)
Und jaaaa, gruselig war es alle Mal xD

Ähnliche Gedanken...

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...