Dienstag, 11. März 2014

Reisetagebuch: Florenz #2


Badabusch, leider hat das mit dem Bloggen über Smartphone nicht mehr so geklappt, wie ich es wollte, also nun doch eher rückwirkende Posts.
Wo bin ich stehen geblieben? Achja, das Fußballspiel Florenz gegen Rom. Bei Google Maps haben wir Ausschau nach einer netten Bar gehalten. Die einzige im Umkreis war das Bistro names "Franco´s".
Va bene, auf geht´s.
Nunja, wie sage ich das.... mit viel Fantasie könnt ihr euch das "Franco´s" ungefähr wie eine kleine Dönerbude, mit ein paar alten Säcken am Spielautomaten, ohne Stühle und einem Fernseher an der Decke, vorstellen. Immerhin war das Bier dort günstig, haha. Wer von euch das Spiel verfolgen konnte weiß, dass es für Florenz nicht besonders gut ausging. Die Stimmung war bei den Florentiner Säcken also dementsprechend, was mich aber gar nicht störte, da ich so meinen ganzen Frust und Weltschmerz rauslassen und den, nicht unatraktiven Torwart der Römer, aufs gemeinste beleidigen konnte, ohne, dass die Italiener meine Boshaftigkeit verstehen konnten. Ab und an förderte ich dann auch meine Italienischlernversuche mit ein bisschen "Mama mia!" und "Che vai?".

Am nächsten Tag fuhren wir wieder ins Zentrum der Stadt zum Florentiner Dom. Das Wetter war gleichbleibend trüb und kühl, auch wenn sich ab und an ein paar Sonnenstrahlen herraus wagten. Dort angekommen schlürften wir ein wenig durch die Gegend und erkundeten neue Ecken der Stadt. Unter verächtlichem Kopfschütteln der Jungs kaufte ich mir im Disneyladen erstmal gleich eine Barbie, nämlich die
böse "Mutter" aus "Rapunzel- Neu verföhnt". Auch wenn ich inzwischen erwachsen bin, Steuern zahle und über meine Rente nachdenke, von besonderen Barbies wird man mich nie wegbekommen... NIEMALS!, hihi.
Später betraten wir eine der vielen Kirchen in Florenz und schossen ein paar hübsche Photos von der beeindruckenden Innenarchitektur. Völlig unerwartet stand da eine kleine alte Frau vor uns und fragte, offentsichtlich völlig getroffen, wie wir nur so ungehobelt sein könnten den Herrn im Himmel zu demütigen. Wie vor den Kopf gestoßen, ohne ihre Worte nachvollziehen zu können,da alle um uns herum Photos von der Kirche schossen, versicherte ich ihr (nebenbei bemerkt auf italienisch) unsere liebreizende Unschuld, bis sie mir schließlich erklärte, dass man die heilige Madonna nicht photographieren dürfe. Mir dämmerte plötzlich, dass die Figur , vor der wir eben noch so schön posierten, ein Kind auf dem Arm trug und wies mit rotem Kopf die Jungs an sich schleunigst aus der Kirche zu verdrücken. Zur Strafe verloren wir anschließend unseren wohlgehüteten Stadtplan.Vielleicht googlen wir das nächste Mal lieber: Regeln in der Kirche, amen.


Wort des Tages: insultare = beleidigen
Erkenntnis des Tages: Legt euch nicht mit Gott an und photographiert keine Madonnas
(außer die, die singt)
Info des Tages: siehe Erkenntnis des Tages xD
Hier geht´s zu: Teil 1

1 Kommentar:

Sari hat gesagt…

Ich hätte an sich Hemmung gehabt in einer Kirche zu fotografieren. In Dänemark habe ich mich damals auch nur getraut, weil wir alleine drin waren *löl* Und in Schottland, als wir in der aus dem DaVinshi Film waren durfte man auch gar nicht... schon krass ^^

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