Donnerstag, 29. August 2013

Wohlfühldinge und komische Angewohnheiten

 

Frisch eingezogen, aber irgendwie noch nicht wirklich angekommen?
Stressiger Tag, zu viele Gedanken und der Kopf will und will einfach nicht aufhören zu arbeiten?
Verletztheit oder tiefe Traurigkeit und nichts und niemand vermag es einen abzulenken?

Für mich gibt es einige Dinge, und es sind lang bewährte, die es tatsächlich immer wieder schaffen, egal was passiert ist, abzulenken und vergessen zu lassen. Mir das Gefühl von zu Hause und Murmeligkeit zu geben.

1)  Harry Potter Hörbücher
Originalversion: dramaturgia.de
Als absolutes Harry-Potter-Generationskind hoffte ich natürlich mit 10, dass mich mit 11 Jahren ein Brief aus Hogwarts erreichen und in eine Welt voller Magie und Wunder entführen würde.
Das ist nun 11 Jahre her und ohne Scham kann ich gestehen, dass ich in einsamen Momenten und schlaflosen Nächten noch immer zu der beruhigenden Stimme von Rufus Beck greife, die mir genau wie früher einen kleinen Abstecher nach Howarts, zum Grimmauld Platz Nummer 12 oder nach Hogsmeade ermöglicht. Gemeinsam mit den Büchern bin ich erwachsen geworden und demnach ist Hogwarts ein bisschen mein zu Hause, egal wo ich bin.

2) Kein Denkarium wie Dumbledore? Dann halt Klavier spielen

Die Gedanken rasen und rasen, der Kopf qualmt wütend, nicht im stande Aufnahmen der Sinne zu verarbeiten. Es breitet sich eine Ruhelosigkeit und Angespanntheit aus.
Am liebsten würde man, wie Dumbledore, seinen Zauberstab nehmen und den langen silbrig glänzenden, dickflüssigen Gedanken aus dem, bis zum Rand gefüllten, Kopf ziehen.
Tja, ein etwas ungünstiger Wunsch, wenn man eben nun einmal nicht Dumbledore ist.
Wenn ich genug von dem Teufelskreis meiner Gedanken habe, setze ich mich an mein Klavier ohne groß darüber nachzudenken was bei rauskommt, ähnlich wie beim Malen.
Es muss nicht mal wirklich schön klingen, aber ich bin so beschäftigt damit alle Sinne auf die Bewegungen und den Klang zu zentrieren, dass nichts anderes an  mich heran kommt.
Lustiger Weise nennen viele meiner Freunde an dieser Stelle das Backen.

3) Ablenkung und Lachkrampf pur: Fran Dresher in "Die Nanny"
Original: testedich.de

Haltet mich für verrückt, aber Nanny Fine ist für mich immer noch das schönste Geschenk auf Erden. In den traurigsten Stimmungen habe ich mich schon befunden, doch nie zuvor hat "Die Nanny" mich lächellos im Stich gelassen. Ich kann euch nicht sagen woran es liegt, aber seit ich in der Grundschule war sehe ich sie mir wöchentlich an, seit cerca 5 Jahren nur noch bei Youtube.

Seit fast 2 Monaten lebe ich in meiner neuen Wohnung und fühle mich erst seit knapp 4 Tagen richtig zu Hause, da ich dort erstmals Internet bekam und somit über die Witze des unnacharmbaren Butlers Niles lachen durfte. Nanny Fine ist damals wie heute meine absolute Lebensrettern und DIE Nummer 1.

4) Lautsprecher aufdrehen und Lauscher und Sinne auf für Björk
Original: eonline.com

Ich liebe Musik wirklich über alles- von Jazz, über Rock, sogar Metal, Minnegesang und Eros Ramazotti.
Allerdings bin ich sehr empfindlich was Musik und Emotionen angeht. Mit jedem Musiker oder Song verbinde ich etwas, so wie wahrscheinlich die meisten. Beim Hören werde ich durch ihren Klang sofort in die Stimmung des Erlebnisses zurück geschleudert.
Meine Liebe zu Björk teilt allerdings trauriger Weise doch niemand so wirklich mit mir.
Oder doch glücklicher Weise? Ihre Musik kann mir irgendwie keiner nehmen. Sie ist teils eigenartig und sehr speziell, aber immer passend. Nie bin ich entspannter als mit meinem Lieblingstee und einer, volle Kanne aufgedrehten und rumkreischenden, Björk. So muss dat!

4) Unausgeglichenes Gefühl? Sockenmixen!
Als wären Punkte 1-4 nicht schon genug muss auch noch eine äusserst merkwürdige Angewohnheit her. Ich sehe das Sprichwort "Mit dem falschen Fuß aufgestanden" etwas breiter gefächert.
Nämlich, dass sich wohl auch die falsche Socke am Fuß befinden muss. Das mag nun wirklich eigenartig klingen, aber ich habe irgendwann mal festgestellt, dass wenn ich einen besonders unbehaglichen Tagesbeginn habe, es mir hilft, a la Ying und Yang, an jedem Fuß eine andere Sockenfarbe zu haben. Mein merwürdiges Unterbewusstsein scheint sich dann darauf einzubilden, dass nun alles ein wenig ausgeglichener sei. Naja, sinnlose Verrücktheit ist erlaubt, solange sie hilfreich ist.

Es würde mich wirklich brennend interessieren, ob ihr auch eine, oder mehrere, lang bewährte Ablenkungen habt. Hobbies, Filme oder komische Eigenarten? Raus damit, denn gegen Neugier habe ich leider noch nichts gefunden!

Kommentare:

Ella hat gesagt…

Ja, das kenne ich nur zu gut.
Hobbies und diverseandere Ablenkungen sind besonders in der ersten Zeit sehr sehr wichtig.
Vor allem aber: GESELLSCHAFT.
Soweit ich gelesen habe, bist du in einer WG was ich sehr gut finde.
Als ich damals auszog war und blieb ich allein. Und das war fatal.

Sari hat gesagt…

Musik, immer und überall. Ohne geht nicht. Wenn ich Zerstreuung suche, dann spiele ich auch einfach gerne mal an der Konsole, am Besten etwas, bei dem Mann nicht groß nachdenken muss... und wenn der Kopf nicht frei werden möchte: Alles aufschreiben...

Die Theorie mit den Socken klingt interessant *lach*

Sinah hat gesagt…

@Ella:
Du hast sicherlich Recht!
Ich muss allerdings sagen, dass ein wenig Einsamkeit und Ruhe (als ich ein Wochenende allein war) eigendlich ganz schön für mich waren, da ich so ganz entspannt meinen Platz hier finden konnte.
Das ist aber natürlich Unterschied zum komplett alleine wohnen.

@Sari:
Ohja, das mit der Musik sehe ich genauso. Konsolespielen tue ich vor Allem wenn es regnet, hihi ^^
Die Sockentheorie hat sich bei mir im Abi entwickelt. Meine Kunstlehrerin hats verstanden :P

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