Montag, 22. April 2013

Gedankenströme und Gefühlslava: Leben in einer WG

Seit genau 2 Wochen bin ich nun offiziell ausgezogen. Ok, ein bisschen Zeugs liegt noch in der alten Wohnung, aber alles in allem findet der Alltag schon in der neuen Wohnung statt. Eine eigene Wohnung zu finanzieren ist nicht einfach, deshalb beschließen viele eine Wohngemeinschaft, eine WG, zu gründen.

Gemeinsam mit zwei Freundinnen lebe ich nun in einer drei Zimmer Wohnung, wo das Leben ohne Erzeugerfraktion so richtig Spaß macht. Keine elterlichen Regeln, keine große Nachfragerei und vor Allem kein Rumgemecker, yay!
In diesen zwei Wochen machen sich die charackteristischenen Eigenschaften einer Wohngemeinschaft schon ganz gut bemerkbar.
Am wichtigsten ist auf jeden Fall die Kommunikation, denn auch wenn man ausgezogen ist, alleine lebt man ja trotzdem nicht. Wenn man also bei seinem Freund schläft, statt nach Hause zu kommen, muss man trotzdem Bescheid sagen, da die Haustür ja von innen verriegelt werden will.Wenn, in umgekehrter Situation, der Freund in der WG schlafen will, muss auch das abgeklärt werden, denn vielleicht möchten die Mitbewohner an dem Abend keinen "Fremdbesucht". Was aber auf jeden Fall schön ist, ist dass man nie allein ist. Jeder hat sein eigenes Zimmer und somit auch seinen Rückzugsort und wenn die Tür zu ist, dann wird auch nicht gestört. Wenn man sich jedoch einsam fühlt muss man nur den Raum verlassen und kann sofort Zeit mit seinen Freunden verbringen. Morgens frühstücken alle zusammen, wobei jeder seine eigenen Lebensmittel hat, die in personalisierten Regalen aufbewahrt werden. Auch im Kühlschrank hat jeder sein eigenes Fach. Auf diese Weise kann jeder individuell bestimmen was er oder sie essen oder trinken will.

Um Ordnung zu halten wird ein Putzplan erstellt, monatlich was in die Haushaltskasse geworfen, gemeinsam Wäsche gewaschen und montagliche Mädelsabende vorm Fernseher, wo die Lieblingssendung geguckt wird und das abendliche Sitzen auf dem Balkon.

Wirklich komisch fühle ich mich seit meinem Auszug eigendlich nicht. Es ist ja ein besonderer Schritt im Leben eines jungen Erwachsenen. Ich muss allerdings sagen, dass ich mir in der ersten Nacht zum ersten Mal seit drei Jahren (solange habe ich keinen Fernseher mehr und brauche ihn auch nicht) gewünscht habe, dass eben dieser zum Einschlafen die Fremdheit der neuen Wohnung wegquasselt.

Naja, klingt eigendlich nach einem recht angenehmen Lebensstil und auch wenn man nicht alleine wohnt und noch immer Rücksicht auf andere nehmen muss, ist es ein großer Kontrast zum Leben im Elternhaus.

Nur eines hat sich nicht geändert: Wenn der Klodeckel oben ist, gibt es immernoch Ärger! :-)

Kommentare:

Sari hat gesagt…

Das hört sich doch schon mal gut an. Vor allem der letzte Satz *lach*

Paleica hat gesagt…

das klingt toll. ich wollte eigenltich auch immer mal in einer wg oder einem studentenheim wohnen, aber irgendwie kams da nie dazu. viel spaß und genieße die aufregende zeit :)
paleica

Suriel hat gesagt…

Na das klingt soch wirklich nach einem guten Start ins neue WG-Leben. Ich selber hätte mir nie vorstellen können in eienr WG zu leben, um so interessanter finde ich es, wenn man darüber lesen kann oder davon erzählt bekommt.

Sinah hat gesagt…

Da kommen bestimmt im Laufe der Zeit noch ein paar Beiträge so, denn einfach ist es wahrlich nicht.
Für mich steht dennoch fest, dass ich, bevor ich z.B. mit meinem Freund irgendwann zusammenziehen würde, ich mir nochmal eine Wohnung für mich ganz allein nehmen möchte.
Das ist nämlich denke ich auch eine einmalige Erfahrung (wenn man Glück hat ;) <3 )

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